Rufen Sie uns an +41 31 311 79 00   Telefon   Schreiben Sie uns: sekretariat@dr-diener.ch   Email   Kostenloses Angebot   Angebot

Bruxismus

6 bis 20% der Erwachsenen knirschen mit den Zähnen oder beissen sie zusammen.

Woher kommt dies?

Normalerweise kommen die Zähne der oberen und unteren Zahnreihen nur beim Kauen und beim Schlucken des Speichels zusammen in Kontakt. Dies passiert im Ganzen durchschnittlich ca. 20 Minuten pro Tag.

Einige Personen beissen ihre Zähne infolge von Stress während mehrerer Stunden pro Tag und in der Nacht, meistens unbewusst für die Hälfte dieser Personen, zusammen. Andere Personen knirschen vor allem nachts ganz unbewusst mit ihren Zähnen. Dieses Zähneknirschen nennt man auch Bruxismus.

Wer ist davon betroffen?

In der Regel sind gestresste und an Aengste leidende Personen betroffen. Oft lösen schockartige Ereignisse, wie Stellenverlust, Todesfall oder Trennung, das Zähneknirschen aus. Introvertierte Personen scheinen ebenfalls betroffen. Es handelt sich um eine Art Verarbeitung der Emotionen.

Welche sind die Folgen des Bruxismus?

Das Zähneknirschen führt zu abnormaler und vorzeitiger Abnutzung der Oberflächen der Zähne, die zusammen in Kontakt kommen. Dies kann die Ablösung des Zahnfleisches vom Zahn und die Erosion der Wurzel bewirken. Die freigelegte Wurzel reagiert dann empfindlich auf Wärme und Kälte. Der durch den Bruxismus entstandene Druck kann sogar bei gesunden Zähne Risse & Brüche verursachen. Wenn nichts gegen das Zähneknirschen unternommen wird, kann der Zahnschmelz vollständig schwinden.

Als Folge vergeht das Dentin (Zahnbein). Die Pulpa (Zahnmark), welche Nerven enthält, wird freigelegt. Sie ist folglich zahlreichen äusseren Angriffe ausgsetzt. Durch die Abnutzung reduziert sich die Höhe der Zähne. Das Verhältnis zwischen Ober-und Unterkiefer wird gestört. Durch diese Okklusionsstörung verschiebt sich die natürliche Stellung des Oberkiefers zum Unterkiefer. Das Kinn gleitet markant nach vorne.

Woran erkenne ich, dass ich an Bruxismus leide?

Die im gleichen Zimmer schlafende Person wird sich über den Lärm des Zähneknirschens beklagen. Beim Aufwachen kann man Schweregefühle und Schmerzen wie beim stundenlangen Kaugummikauen haben. Die Kiefermuskulatur und die Kiefergelenke funktionieren als Folge des Bruxismus nicht mehr einwandfrei.

Beim Betrachten des Gesichtes des Patienten stellt man eine Grössenzunahme einiger Kaumuskeln fest. Das Gesicht nimmt eine trapezartige Form an. Die Schmerzen können sich auf den Hals, Kopf und Rücken ausweiten.

Die Behandlung

Damit sich die betroffenen Patientinnen und Patienten während des Tages daran denken, ihre Zähne nicht zusammenzubeissen, können sie an verschiedenen Stellen an ihrem Arbeitsplatz z.B. farbige Punkte anbringen. Diese helfen ihnen, sich entsprechend zu entspannen.

Nachts können nur eingesetzte Schienen helfen, ihre Zähne zu schützen. Diese Schienen existieren in verschiedenen Arten. Sie werden mit Abdrücken im Zahnlabor nach Mass angefertigt. Die Schienen schützen die Zähne, die Kronen und Brücken. Somit werden ebenfalls Brüche von Prothesen verhindert.

In gewissen schwerwiegenden Fällen muss Botulinum Toxin in die Kaumuskulatur injiziert werden, damit der Bruxismus markant reduziert wird.

Die Hypnose ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit. Diese wirkt auf die emotionellen Faktoren ein, die den Bruxismus auslösen können. So kann Ihr Unterbewusstsein wieder lernen, dass es besser für Ihre Gesundheit ist, die Zähne nicht zu beschädigen. Es handelt sich nicht um eine Psychotherapie.